Mietwohnungen in Graz – worauf ist zu achten?

Graz gilt als Wohlfühlstadt. Zu den Vorzügen zählen das südländische Flair, das breit gefächerte Bildungs- und Kulturangebot, das wirtschaftliche Potential, die gute Infrastruktur und die schönen Naherholungsgebiete. Kein Wunder, dass es immer mehr Menschen nach Graz zieht.

Zurzeit sind in der steirischen Landeshauptstadt rund 270.000 Einwohner zu verzeichnen, im Großraum Graz sind es schon ca. 440.000. Experten sehen voraus, dass bis 2050 rund 500.000 Menschen in Graz leben werden. Das heißt, dass es immer schwerer wird, eine Mietwohnung zu akzeptablen Konditionen zu finden.

Wohnen in Graz – ein Blick in die Zukunft

Dem Ballungsgebiet Graz wird österreichweit bis zum Jahr 2030 das größte Wachstum prognostiziert. Von der Abwanderung sind insbesondere die Bezirke Murau, Liezen, Leoben, Mürzzuschlag, Bruck/Mur, Voitsberg und das südsteirische Bad Radkersburg betroffen. Die Stadtplanung entpuppt sich sowohl verkehrstechnisch als auch raumtechnisch mehr und mehr zu einer Herausforderung.

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Das Stadtplanungsamt ist gerade dabei, ein Entwicklungskonzept sowie einen Flächenwidmungsplan zu realisieren. Zurzeit wird an der Konzeption und zukünftigen Verwendung der Reininghaus-Gründe gearbeitet. Hierbei handelt es sich um ein mitten in der Stadt gelegenes, rund 100 Hektar großes Areal. Auch dem Bezirk Puntigam wird Potential zugesprochen und zwischen Mühlgang und der Mur soll in Zukunft Wohnen im Grünen mit den Vorteilen der ausgezeichneten städtischen Anbindung ermöglicht werden. Im Norden von Graz soll rund um die Helmut-List-Halle ein energieautarker und emissionsneutraler Stadtteil entstehen.

Wieviel kosten Mietwohnungen in Graz im Schnitt?

Der durchschnittliche Mietpreis für Immobilien liegt in Graz bei 10,87 Euro pro m². Der durchschnittliche Mietpreis beträgt 645 Euro. Von Jänner 2014 bis April 2014 wurde ein Anstieg von 2,35 % festgestellt. 1-Zimmer-Wohnungen mit einem Mietpreis von 440 Euro zählen zu den günstigsten Miet-Angeboten in Graz.

Wenn das Geld in puncto Wohnen eine Rolle spielt, wovon die Mehrheit der Mieter betroffen ist, muss unter Umständen viel Zeit investiert werden, um ein geeignetes Objekt zu finden. Wird ein Makler beauftragt, kann zwar schneller eine Wohnung gefunden werden, dafür muss aber auch eine Vermittlungsgebühr aufgebracht werden, die bis zu drei Monatsmieten betragen kann. Provisionsfreie Angebote werden zwar immer seltener, versprechen aber Sparpotential. Die Lage der Wohnung bestimmt den Preis natürlich auch in hohem Ausmaß.

Welcher Grazer Bezirk kommt in Frage?

Wird eine Mietwohnung in Graz gesucht, sollte man sich zunächst mit der Stadtgliederung auseinandersetzen. Das Stadtgebiet von Graz ist in folgende 17 Bezirke gegliedert, es sind nur die Einwohner mit Hauptwohnsitz gelistet (Stand Jänner 2014):

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  • Innere Stadt: 1,16 km², 3.814 Einwohner
  • St. Leonhard: 1,83 km², 15.577 Einwohner
  • Geidorf: 5,50 km², 24.053 Einwohner
  • Lend: 3,70 km², 29.782 Einwohner
  • Gries: 5,05 km², 26.572 Einwohner
  • Jakomini: 4,06 km², 32.005 Einwohner
  • Liebenau: 7,99 km², 13.439 Einwohner
  • St. Peter: 8,86 km², 14.539 Einwohner
  • Waltendorf: 4,48 km², 11.816 Einwohner
  • Ries: 10,16 m², 5.700 Einwohner
  • Mariatrost: 13,99 km², 9.372 Einwohner
  • Andritz: 18,47 km², 18.752 Einwohner
  • Gösting: 10,83 km², 10.755 Einwohner
  • Eggenberg: 7,79 km², 19.160 Einwohner
  • Wetzelsdorf: 5,77 km², 14.741 Einwohner
  • Straßgang: 11,75 km², 14.451 Einwohner
  • Puntigam: 6,18 km², 7.470 Einwohner

Welche Bezirke gelten in Graz als die teuersten?

Der Bezirk Geidorf ist laut Experten der teuerste Bezirk in Graz. Hier zahlt man gut 2000 Euro pro m² für eine gebrauchte Immobilie. Geidorf ist zentral gelegen und beheimatet mitunter auch die Universität und das LKH. Aus diesem Grunde herrscht von Seiten zahlreicher Mieter das Interesse sich hier – zumindest für eine Weile – niederzulassen. Die Mietpreise in den Bezirken Geidorf und St. Leonhard klettern auch deshalb stetig nach oben, da Graz rund 40.000 Studenten beheimatet, die Mietwohnungen in der Nähe ihrer Bildungseinrichtung bevorzugen.

Außerhalb von Graz lässt es sich aber relativ günstig wohnen. Eggenberg, Lend sowie Gries gelten als gespaltene Bezirke. Die größte Spannweite weist Eggenberg mit Netto-Mietpreisen zwischen 4,50 und 8,50 Euro pro m² auf. Dazu kommt, dass Wohnungen rund um die Fachhochschule beliebter sind als solche, die direkt an Ausfallstraßen gelegen sind. In den historischen Vorstadtbezirken Lend und Gries nimmt vor allem der Murkai eine „Sonderstellung“ ein. Zwischen Keplerbrücke und Synagoge sind inzwischen ähnlich hohe Mietpreise wie in Geidorf zu finden.

Wohnen in der Stadt oder auf dem Land?

Welche Mietwohnung hinsichtlich der Lage und des Preises die ideale ist, kann nur individuell beantwortet werden. Wenn eine günstige Wohnung gesucht wird, müssen nicht selten Abstriche in Bezug auf die Lage gemacht werden. Wenngleich ländlich gelegene Wohnungen etwas abseits vom Geschehen sind, bieten sich den Mietern Vorteile, die im Stadtzentrum nicht zu finden sind.

Das Leben auf dem Land verspricht mehr Ruhe, mehr Natur und mehr Gelassenheit. Wer über ein Auto verfügt, ist schnell in der City, ansonsten steht das gut ausgebaute Verkehrsnetz zur Verfügung, um zur Universität oder zum Arbeitsplatz zu gelangen. Rund 93.000 Menschen pendeln täglich in die steirische Landeshauptstadt ein.

Kurz zusammengefasst:

  • Der durchschnittliche Mietpreis für Immobilien liegt in Graz bei 10,87 Euro pro m².
  • Das Einschalten eines Maklers spart Zeit, ist aber teuer.
  • Provisionsfreie Wohnungen bereichern den Geldbeutel.
  • Mietwohnungen in der Innenstadt sind teurer als außerhalb von Graz.
  • Die Bezirke Geidorf und St. Leonhard gelten als die teuersten.
  • Eggenberg, Lend und Gries gelten als gespaltene Bezirke: Die größte Spannweite weist Eggenberg mit Nettopreisen zwischen 4,50 und 8,50 Euro pro m² auf.

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