Umweltminister fordert in Graz Energiewende

Der Umweltminister Andrä Rupprechter setzt sich für die Energiewende in Österreich ein. Er eröffnete kürzlich das größte Solarkraftwerk Österreichs in der Puchstraße in Graz. Die 7000 Quadratmeter große Anlage versorgt 500 Haushalte mit Strom. Sie spart 750 Tonnen CO2 Ausstoß ein.

Österreich auf einem guten Weg

Die Steiermark ist mit zahlreichen Kleinwasser- und Biomassekraftwerken die Vorzeigerregion für die Energiewende in Österreich. Der Umweltminister betonte, dass vor allem die Bürokratie für den Bau von ökologischen Kraftwerken vereinfacht werden müsse.

In Österreich stehen noch zahlreiche Ressourcen in Punkto Wasserkraft, Windkraft und Geothermie zu Verfügung. Für den Bau von Kleinwasserkraftwerken reicht in Österreich ein vereinfachtes Meldeverfahren. Für den Bau von größeren Anlagen soll die Bürokratie nun abgebaut werden. In Österreich decken Wasserkraft, Windkraft und Photovoltaik rund 75 Prozent der heimischen Energieproduktion ab. Der Verbrauch der erneuerbaren Energien liegt bei rund 32 Prozent.

Klimawandel stoppen

Der Klimawandel ist ein weltweites Problem. Er äußert sich durch einen Anstieg der Temperaturen, das Abschmelzen des arktischen und antarktischen Eispanzers und einem damit verbunden Anstieg des Meeresspiegels. Die Erwärmung der Atmosphäre hängt von mehreren Komponenten ab. Der Ausstoß von Treibhausgasen ist einer davon. Treibhausgas, auch als CO2 bekannt, verhindert die Abstrahlung der Erdwärme.

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  • In den letzten 50 Jahre erwärmte sich die Erdatmosphäre pro Jahrzehnt um 0,1 ⁰C.
  • Bis 2035 wird eine Erwärmung zwischen 0,3 ⁰C bis 0,7 ⁰C erwartet.
  • Das kann einen Temperaturanstieg zwischen 2,6 ⁰C und 4,8 ⁰C bedeuten.
  • Klimaschützer fordern, dass der CO2-Ausstoß begrenzt wird, denn er ist eine wesentliche Ursache für die Erderwärmung.

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Gegen die Interessen der Atomlobby

Erst kürzlich genehmigte die EU Staatsbeihilfen für das neue Atomkraftwerk Hinkley in Großbritannien. Die britische Regierung will das neue Atomkraftwerk, das 2023 in Betrieb gehen soll, 35 Jahre lang unterstützen. Die Gesamtlaufzeit liegt bei 60 Jahren. Es soll sieben Prozent des britischen Strombedarfs decken.

Für Unterstützer der Energiewende ist die Entscheidung der EU ein immenser Rückschritt. Die österreichische Regierung will beim Europäischen Gerichtshof Klage gegen diese Entscheidung einreichen, denn für sie ist die Entscheidung der falsche Weg für eine Energiewende.

Klima ohne Grenzen

Um den Klimawandel zu stoppen sollten alle Staaten zusammenarbeiten. Der Co2-Ausstoß müsste sich weltweit um fünf Prozent verringerten, damit die Erderwärmung unter zwei Grad bleibt. In dem derzeit gültigen Kyoto-Protokoll verpflichten sich die EU und zehn weitere Staaten den Ausstoß der Treibhausgase im Vergleich zu 1990 um 20 Prozent, Deutschland um 40 Prozent, zu reduzieren. Der globale Effekt wäre kaum messbar, weil China, Russland und die USA das Protokoll nicht unterzeichneten.

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